Verkehrsfragen prägen Wahlveranstaltung

Achern-Fautenbach (red). Aus Acher- und Bühler Bote vom 09.05.2019. Bei einer Wahlveranstaltung der Freien Wähler in Fautenbach gab Ortsvorsteher Gebhard Glaser letztmals einen Rückblick über die vergangenen fünf Jahre, denn nach 25 Jahren als Ortsvorsteher wird er für dieses Amt nicht mehr kandidieren. Aus der Kommunalpolitik will er sich allerdings nicht verabschieden, wie er meinte, denn er wird  für den Gemeinderat und den Kreistag erneut kandidieren. In seinem Rückblick hob er die Problematik von 13 Kilometer Gemeindestraßen im Ortsteil hervor, die in den vergangenen Jahren immer Anlass gaben, sie zu erneuern. Gerade seien die Arbeiten im zweiten Abschnitt der Talstraße im Gange. Dass mit der Firma Fischer in Fautenbach der größte Arbeitgeber zu Hause sei, verlange aber auch eine besondere Verantwortung vom Ortschaftsrat. Rainer Ganter, der im Falle einer Wahl Gebhard Glaser im Amt des Ortsvorsteher beerben möchte, will ein Augenmerk auf die enge Partnerschaft mit Scherwiller legen. Bei der Vorstellung der Kandidaten wurden weitere Ziele für die nächsten fünf Jahre oder darüber hinaus formuliert. Roland Gleiß hatte vor allem die Bundesstraße 3 im Blick. Sie teile nicht nur das Dorf, sondern sorge mit der hohen Belastung für hohe Lärm- und CO2-Emissionen. Zusätzlich würde die Überquerung massiv erschwert. Deshalb müsse man über einen Kreisverkehr bei der Ausfahrt von der Scherwiller Straße reden und eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 40 Kilometer pro Stunde  ins Auge fassen. Die Entlastung der Talstraße vom Lkw-Verkehr könnte über eine  Anbindung von der Landesstraße 87 zur Ölmühle bringen, wie von den Kandidaten erwähnt wurde. Weitere Themen waren die Vereinsförderung, das familienfreundliche Dorf, neue Betreuungs-angebote in der Kindertagesstätte und der Grundschule, angemessene Baugebiete und die Jugendarbeit. Zur Gemeinderatspolitik sprach Fraktionsvorsitzender Thomas Kohler. Er griff die Verkehrssituation auf, die sich ähnlich problematisiert in die Kernstadt fortsetze. Dies müsse beim Masterplan Priorität haben, denn mit den nun vier großen Baugebieten, davon drei in der Kernstadt und damit einem Zuwachs von mindestens 1 500 „Neubürgern“ werde auch der Autoverkehr erhöht und führe zum Kollaps, wenn nicht sinnvolle Lösungen mit der Lenkung der verkehrlichen Ströme geschaffen werden. Hierzu gehöre aber auch das Einbeziehen der E-Mobilität und Zweiräder. Bei der innerstädtischen Gestaltung müsse dies auch im Fokus stehen. Für die Arbeit im Kreistag nannte Kreisrat Edgar Gleiß als wichtigste Aufgabe den Bau des neuen Krankenhauses in Achern. Dass erhebliche Kosten auf die Stadt zukämen, müsse man akzeptieren. Die Beruflichen Schulen in Achern seien mit ihrem Kompetenz-Zentrum Gesundheit gesichert.

 


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