Krankenhausdebatte und Klimaschutz. Themen bei den Freien Wählern

Achern (red). Aus Acher- und Bühler Bote vom 07.05.2019. Die Auftaktveranstaltung der Freien Wähler zur Kommunalwahl erfolgte im Großweirer Unternehmen Hodapp. Im Mittelpunkt standen dabei einer Pressemitteilung zufolge klimapolitische Ziele, die in Betrieben, aber auch auf kommunaler Ebene umgesetzt werden können. Unternehmer und Stadtrat Peter Hodapp stellte neben den Aktivitäten seiner Firma auf dem europäischen und weltweitem Markt vor allem die Bedeutung der CO2-Emissionen in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. So sei des mit 250 Mitarbeitern europaweit führende Türen- und Torbauunternehmen das erste, das sich einer klimaneutralen Linie verpflichtet hat. Drei Projekte wurden dabei auf drei Kontinenten ausgewählt, in Südamerika der Waldschutz in Brasilien, in Asien Windkraftanlagen in Indien und in Afrika das Kochofenprojekt in Ghana. Neben der Reduktion der Treibhausgase gehe es um die Sicherung der „Naturschutzreserve“, wozu auch der Stadtverband der Freien Wähler zwei Zertifikate kaufte. Wichtig war Hodapp aber auch, dass auf kommunaler Ebene mit deutlich mehr Nachdruck der Digitalisierung Rechnung getragen wird, denn auf dem internationalen Markt seien wie bei der Firma Hodapp Leitungsgrößen notwendig, die Videokonferenzen und umfangreiche Datenversendungen möglich machen. Dies müsse zur Standortsicherung der Unternehmen in Achern einer ständigen Überprüfung Stand halten und politisch weitsichtig infrastrukturell gesichert werden. Hierbei habe auch zur Gewinnung eines kompetenten Mitarbeiter-stamms in Kindertageseinrichtungen und Schulen die entsprechende Förderung zu erfahren. Helmut Fischer stellte als Mitarbeiter der EnBW-Energie Baden- Württemberg AG bei seinem Vortag die Notwendigkeit einer nachhaltigen Sicherung von Natur und Umwelt als zentrale Aufgabe der Kommunen heraus. Er appellierte an die Mandatsträger und die Kandidaten, dies als Maximalaufgabe anzusehen. In Achern würden zurzeit vier große  Baugebiete erschlossen. Diese böten nun die einmalige Chance eine infrastrukturelle  Erschließung möglich zu machen, die saubere Energie, intelligente Versorgungswege und ganzheitliche Nutzung im Auge haben. Eine Quartiersentwicklung mit Wasserkraft, wie auf dem Lottgelände möglich, oder mit Fotovoltaik trägt Sorge dafür, dass aus energetischer Sicht dem Blick auf die Klimaveränderungen Rechnung getragen werde. Dazu könne man durchaus auch die Energieversorger mit ins Boot nehmen, so die Position der FW. Aus dem Kandidatenkreis wurde auch dem Beschluss des Konstanzer Gemeinderates zum Klimanotstand Respekt entgegen gebracht und die Übertragbarkeit in Achern diskutiert. Zur medizinischen Versorgung in Achern, die auch wegen der Krankenhaus-diskussion zurzeit hohe Aktualität aufweist, stellte der Fraktionsvorsitzende und Arzt Thomas Kohler heraus, dass in Achern im Blick auf Haus- und Fachärzte eine gute Versorgung vorhanden sei, auch wenn es in manchen Fällen etwas länger daure, um Routineuntersuchungstermine zu erhalten. Der Bau eines neuen Krankenhauses in Achern könne nur unterstützt werden. Dabei sei die Infrastruktur ein wichtiger Parameter für den neuen Standort. Ein gut getakteter ÖPNV und eine neue „Zufahrtstraße“ seien unerlässlich. Er wisse aber auch, dass sich die beiden Kreisräte der FW für dieses Projekt einsetzen. Letztlich sei bei der medizinischen Versorgung festzuhalten, dass zukünftig dem medizinischen Assistenzpersonal mehr Aufgaben übertragen werden können, um die Ärzte zu entlasten oder um Mediziner für die Krankenhäuser und die Arztpraxen zu gewinnen. Nach einer intensiven Diskussion in kleinen Gruppen schloss die Veranstaltung mit einer Betriebsbesichtigung


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