Achern (mm) Acher- und Bühler Bote vom 19.12.2018. Dass es in Achern einen Mangel an preisgünstigen Wohnungen gibt, bestreitet niemand. Eine Tatsache ist aber auch, dass es Wohnungen gibt, die frei sind, aber nicht vermietet werden. Auf diese Problem wies in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Stadtrat Wolfgang Fischer (Freie Wähler) hin. Mit Blick auf einen Bericht im Bühler Lokalteil des „Acher- und Bühler Bote“, in dem von 500 leer stehenden Wohnungen in der Nachbarstadt berichtet wurde, erkundigte sich Fischer nach der aktuellen Situation in Achern. Bestätigung fand er in einer Wortmeldung von Andreas Federle (CDU), der gleich auch darüber informierte, was seiner Meinung nach die Ursachen für den Leerstand ist: „Man hat keine Rechte als Eigentümer“, beklagte Federle die Regelungen des Mietrechts. Diese Entwicklung wiederum führe dazu, dass Hauseigentümer „Angst“ vor der Vermietung hätten. Währen Wolfgang Fischer in diesem Zusammenhang auf den Grundsatz verwies, nach dem „Eigentum verpflichtet“, gab Oberbürgermeister Klaus Muttach zu diesem Thema die Erfahrungen der Stadt bekannt. Es gebe Eigentümer, die leer stehende Wohnungen selbst dann nicht vermieten, wenn die Stadt selbst als Mieter auftrete.“Ich persönlich glaube nicht, dass es wirklich eine größere Zahl von Messies gibt“, sprach Markus Singrün (SPD) einen weiteren Grund für die Zurückhaltung potentieller Vermieter an. Er macht darauf aufmerksam, dass es Alleinerziehende bei der Suche nach Wohnungen besonders schwer haben und schlug vor, dass sich die Stadtverwaltung als „Vermittler“ zwischen Wohnungssuchenden und möglichen Vermietern einschalten sollte. Klaus Muttach zweifelte am Erfolg diese Vorschlags: „Wir sind dazu bereit – aber die Resonanz darauf war nicht so gut.“


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